Zuckerrohrverband Vietnams fordert Mindestpreis für Biomassestrom von 8,47 US-Cent/kWh

Der vietnamesische Zuckerrohrverband (VSSA) hat kürzlich offiziell eine Petition an den Premierminister der Regierung gerichtet, um Hindernisse bei der Entwicklung von Biomassestrom aus Zuckerrohrfabriken zu beseitigen. Die bemerkenswerteste Forderung ist die Beibehaltung eines einheitlichen Mindestpreises für unterstützten Strom bei 8,47 US-Cent/kWh, um diese saubere Energiequelle effektiv zu nutzen.



Hintergrund der Petition

Im Kontext Vietnams Bemühungen, seine Energiequellen zu diversifizieren und nachhaltige Entwicklungsziele zu verfolgen, wird Biomassestrom aus Zuckerrohr als potenzielle Lösung angesehen. Dennoch stehen die Zuckerrohrfabriken vor zahlreichen Schwierigkeiten bei der Entwicklung des Biomassestrommodells aufgrund von unstabilen Preisgestaltungen und komplexen Vorschriften.



Laut dem vietnamesischen Zuckerrohrverband wird eine klare und stabile Energiepreispolitik für Biomassestrom die Unternehmen ermutigen, in diesen Sektor zu investieren und so zur Ergänzung der sauberen Energie im nationalen Stromsystem beitragen.



Hauptpunkte der Petition

In seiner an die Regierung gerichteten Petition hat die VSSA folgende spezifische Vorschläge unterbreitet:


  • Beibehaltung der unterstützenden Strompreispolitik für Biomassestrom aus Zuckerrohr bei 8,47 US-Cent/kWh
  • Entwicklung eines stabilen, langfristigen Preismechanismus, damit Unternehmen Investitionsplanungen erstellen können
  • Anpassung der bestehenden Vorschriften, um die Entwicklung von Biomassestrom aus Zuckerrohrfabriken zu erleichtern
  • Festlegung eines klaren rechtlichen Rahmens für den Stromverkauf zwischen Zuckerrohrfabriken und Stromabnehmern

Warum 8,47 US-Cent/kWh für Biomassestrom?

Der von der VSSA vorgeschlagene Preis von 8,47 US-Cent/kWh ist nicht willkürlich, sondern basiert auf Berechnungen der Produktionskosten für Biomassestrom aus Zuckerrohr. Dieser Preis stellt eine wirtschaftliche Machbarkeit für Zuckerrohrfabriken sicher und bleibt gleichzeitig wettbewerbsfähig im Vergleich zu anderen erneuerbaren Energiequellen.



Vergleich der Produktionskosten für Biomassestrom
BiomassestromquelleDurchschnittliche Kosten (US-Cent/kWh)
Aus Zuckerrohr7,5 - 9,0
Aus Haushaltsabfällen8,0 - 10,0
Aus Holz und landwirtschaftlichen Nebenprodukten7,0 - 8,5

Biomassestrom aus Zuckerrohr: Potenzial und Herausforderungen

Vietnam ist einer der größten Zuckerrohrproduzenten in Südostasien mit einer jährlichen Produktion von etwa 18-20 Millionen Tonnen. Dies schafft eine reichhaltige Rohstoffbasis für die Biomassestromerzeugung.



Zuckerrohrfabriken können Bagasse - ein Nebenprodukt der Zuckerproduktion - zur Verbrennung nutzen, um Dampf zu erzeugen und Strom und Wärme für den Fabrikbetrieb bereitzustellen. Laut Berechnungen erzeugt jede Tonne Zuckerrohr etwa 250-300 kg Bagasse, die ausreichen, um etwa 150-200 Strom zu erzeugen.



Allerdings erfordert eine effektive Entwicklung der Biomassestromerzeugung in Zuckerrohrfabriken Investitionen in moderne Technologien zur Optimierung des Wirkungsgrades. Die anfänglichen Investitionskosten stellen eine erhebliche Barriere für viele Unternehmen, insbesondere für kleine und mittlere Betriebe, dar.



Experteneinschätzungen

Laut Analysen von Energieexperten hat Biomassestrom aus Zuckerrohr mehrere Vorteile gegenüber anderen erneuerbaren Energiequellen:


  • Stabile und vorhersagbare Energieversorgung (nicht wetterabhängig wie Solarenergie)
  • Bewährte und auf dem Markt verfügbare Technologie
  • Beitrag zur Lösung des Problems der landwirtschaftlichen Nebenproduktverwertung
  • Reduzierung der Treibhausgasemissionen im Vergleich zur Nutzung von Steinkohle

Allerdings äußern einige Experten auch Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit der Rohstoffversorgung, falls die Biomassestromerzeugung aus Zuckerrohr in großem Maßstab ausgebaut wird. Es ist eine klare Planung erforderlich, um sicherzustellen, dass die Zuckerproduktion und die Ernährungssicherheit nicht beeinträchtigt werden.



Unternehmensreaktionen

Viele Unternehmen der Zuckerbranche halten die Petition der VSSA für notwendig und zeitgemäß. Herr Nguyen Van V, Direktor einer Zuckerrohrfabrik in Tay Ninh, teilt mit: "Wir haben bereits in das Biomassestromsystem investiert, aber der Betrieb ist aufgrund der unstabilen Verkaufspreise nicht profitabel. Ein fester Preis wie der vorgeschlagene würde es uns ermöglichen, langfristige Geschäftspläne zu erstellen."



Es gibt jedoch auch Stimmen, die die Machbarkeit dieses Modells genauer prüfen möchten, insbesondere im Hinblick auf den Wettbewerb mit anderen erneuerbaren Energiequellen, die derzeit staatliche Vergünstigungen genießen.



Position des vietnamesischen Zuckerrohrverbands

Der vietnamesische Zuckerrohrverband (VSSA), 1998 gegründet, ist ein Berufsverband, der die Unternehmen der Zuckerproduktion und des -handels im Land vertritt. Der Verband verfolgt das Ziel, eine nachhaltige Entwicklung der vietnamesischen Zuckerindustrie zu fördern, die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und die Interessen seiner Mitglieder zu schützen.



In den letzten Jahren hat die VSSA aktiv an politischen Maßnahmen im Zusammenhang mit der Zuckerindustrie teilgenommen, insbesondere bei Fragen zu Zuckerpreisen, Steuerpolitik und der Entwicklung von Biomassestrom. Die aktuelle Petition ist eine der Bemühungen des Verbands, die Zuckerindustrie zur Umstellung auf ein Kreislaufwirtschaftsmodell zu befähigen.



Voraussichtliche Entwicklung von Biomassestrom aus Zuckerrohr

Wenn die Petition der VSSA angenommen wird, könnte die vietnamesische Zuckerindustrie bedeutende Ergebnisse erzielen:


  • Steigerung der Biomassestromkapazität aus Zuckerrohr auf 500-700 MW bis 2025
  • Reduzierung der CO2-Emissionen um etwa 1-1,5 Millionen Tonnen pro Jahr
  • Schaffung von zusätzlich 2.000-3.000 direkten und indirekten Arbeitsplätzen
  • Erhöhung der Einkommen der Zuckerrohrbauern durch die Nutzung von Nebenprodukten
#Biomassestrom #Zuckerrohr #ErneuerbareEnergien #VSSA #Energiepreispolitik

🌿 CONG NGHE DAU KHI PORTAL