Raffinerien in den USA arbeiten bei maximaler Kapazität, während Kraftstoffexporte Rekorde brechen
In einer angespannten globalen Marktsituation aufgrund des Konflikts mit dem Iran und der möglichen Schließung der Hormuz-Straße arbeiten die US-Raffinerien seit mehreren Wochen nahe der maximalen Kapazität, wobei die Kraftstoffexporte auf ein neues Rekordhoch gestiegen sind.
Laut Daten der US-Energieinformationsbehörde (EIA) lag die durchschnittliche Auslastung der Raffinerien im ganzen Land bei 96,2 % bis zum 17. Juli – der neueste Berichtszeitraum, verglichen mit 94,7 % in der gleichen Woche des Jahres 2025. Diese durchschnittliche Auslastung könnte landesweit über 96 % liegen, aber die Regionen Mittlerer Westen und Rocky Mountains (PADD2 und PADD4) haben bis zur letzten Woche eine Auslastung von 100 % erreicht, wie der wöchentliche Ölmarktbericht der EIA am Dienstag veröffentlichte.
Ölbestände in den USA
Gleichzeitig bleiben die kommerziellen Ölbestände in den USA 6 % unter dem Fünfjahresdurchschnitt für diese Zeit, obwohl in der letzten Woche eine Bestandsaufbau stattgefunden hat. Die Bestände in Cushing, Oklahoma und im strategischen Erdölreservat (SPR) befinden sich auf mehrjährigen Tiefstständen und sind die niedrigsten seit vier Jahrzehnten, jeweils.
| Standort | Lagerbestandssituation | Vergleich mit 5-Jahres-Durchschnitt |
|---|---|---|
| Gesamtland | 6 % unter dem Durchschnitt | Trotz Bestandsaufbau in der letzten Woche |
| Cushing, Oklahoma | Mehrjahrestief | - |
| Strategisches Erdölreservat (SPR) | Niedrigststand seit 40 Jahren | - |
Risiken für den US-Kraftstoffmarkt
Die schrumpfenden Bestände, rekordhohe Exporte und volle Auslastung der Raffinerien machen den US-Kraftstoffmarkt anfälliger für plötzliche Vorfälle wie Stürme oder ungeplante Raffineriestörungen.
Als Zeichen einer sich verknappenden Kraftstoffmarktes sind die Großhandelspreise für Diesel in den USA im Juli um 26 % gestiegen, wie Daten der Financial Times zeigen.
Globale Situation
Globale haben die Raffineriemarginalen für Benzin und Diesel nach der Eskalation der Spannungen im Nahen Osten, dem Dieselausfuhrverbot Russlands und dem Rückgang der globalen Kraftstoffbestände auf ein neues Rekordhoch gesteigert.
Darüber hinaus haben asiatische Raffinerien auf umfangreiche Rohöllieferungen aus dem Nahen Osten im August gesetzt, stehen aber nun vor möglichen Verzögerungen bei der Lieferung aufgrund der eskalierenden Konflikte. Dies könnte ihre Pläne zur Beschleunigung der Rohölverarbeitung in den kommenden Wochen behindern.
| Markt | Betriebssituation | Herausforderungen |
|---|---|---|
| USA & Europa | Nahe maximaler Kapazität | Risiken durch schlechtes Wetter |
| Asien | Keine wie erwartete Steigerung | Lieferverzögerungen aus dem Nahen Osten |
Auswirkungen der Nahost-Spannungen
Raffinerien in den USA und Europa arbeiten nahe der maximalen Kapazität, aber asiatische Raffinerien möglicherweise nicht mit der erwarteten Produktionssteigerung konfrontiert, da die Lade- und Lieferpläne im Juli und August durch die Eskalation der Nahost-Konflikte gestört wurden.
Kombination aus globaler geopolitischer Spannung, stabiler Kraftstoffnachfrage und begrenztem Angebot hat ein Szenario geschaffen, in dem US-Raffinerien mit voller Kapazität arbeiten, um die Inlandsnachfrage und Exporte zu decken, und gleichzeitig die Verwundbarkeit des Marktes gegenüber unvorhergesehenen Schocks erhöhen.
In diesem Kontext könnte der globale Kraftstoffmarkt in den kommenden Monaten weiterhin mit Preissdruck konfrontiert sein, insbesondere wenn die Nahost-Spannungen weiter eskalieren oder Hurrikan-Saison in den USA zu Produktionsunterbrechungen führt.
Ausblick
Analysten prognostizieren, dass diese Situation voraussichtlich bis Ende 2025 andauern wird, es sei denn, es gibt neue Entwicklungen in diplomatischen Verhandlungen oder Lösung der regionalen Konflikte. Politische Entscheidungsträger beobachten die Situation ebenfalls genau, um die nationale Energiesicherheit in einer instabilen globalen Marktsituation zu gewährleisten.
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