Nga nới lỏng quy định môi trường cho nhiên liệu nội địa để đối phó với tình trạng khan hiếm


Russland lockert Umweltvorschriften für Kraftstoffproduktion zur Bekämpfung von Engpässen

Die russische Regierung hat einigen Raffinerien die Genehmigung erteilt, Kraftstoffe mit höherem Schwefelgehalt und geringeren Umweltstandards herzustellen, um die anhaltenden Kraftstoffengpässe zu mildern, berichtete die russische Tageszeitung Kommersant am Montag.



Die Regierung hat die im Herbst 2025 eingeführten, gelockerten Vorschriften verlängert, wie eine anonyme Quelle gegenüber Kommersant mitteilte. Diese Entscheidung fällt in einer Zeit, in der Russland zunehmend unter Druck gerät, die inländische Kraftstoffversorgung sicherzustellen.



Gelockerte Umweltvorschriften

Die Lockerung der Umweltvorschriften erlaubt es Raffinerien, Kraftstoffe mit geringerer Qualität im Vergleich zu den normalen Standards herzustellen. Diese Maßnahme wird als vorübergehende Lösung für die ernsten Kraftstoffengpässe in einigen russischen Regionen betrachtet.



Ein höherer Schwefelgehalt im Kraftstoff kann zu mehr Umweltverschmutzung führen, ermöglicht jedoch eine schnellere und kostengünstigere Produktion. Dies ist der Kompromiss, den die russische Regierung einzugehen bereit ist, um die Kraftstoffkrise zu bewältigen.



KraftstoffartUrsprünglicher StandardAktueller Standard
BenzinSchwefelgehalt ≤ 50 ppmSchwefelgehalt ≤ 150 ppm
DieselSchwefelgehalt ≤ 10 ppmSchwefelgehalt ≤ 50 ppm

Exportverbot für Kraftstoffe

Zusätzlich zur Lockerung der Standards unternimmt die russische Regierung große Anstrengungen, die inländischen Kraftstoffengpässe durch ein Verbot des Exports von verarbeiteten Erdölprodukten zu verringern.



Derzeit ist der Benzinexport für alle Teilnahmehandelsmärkte verboten, während Händler den Dieselexport bis zum 31. Juli einschränken müssen. Diese Maßnahmen werden ergriffen, um eine ausreichende Versorgung des inländischen Marktes zu gewährleisten, der mit Engpässen konfrontiert ist.



Zeitplan für die Exportverbote

KraftstoffartDauer des ExportverbotsGeltungsbereich
BenzinLaufendAlle Teilnahmehandelsmärkte
DieselBis zum 31.07.2026Händler
KerosinBis zum 30.11.2026Alle, mit Ausnahme von Regierungsvereinbarungen

Auswirkungen der Angriffe in der Ukraine

In diesem Monat hat die Ukraine die Angriffe auf die wichtigsten Kraftstoffversorgungsleitungen in von Russland besetzten Gebieten, einschließlich der Krim und Mariupol, intensiviert. Einige Regionen Russlands haben Kraftstoffmangel erlebt, als die Ukraine russische Raffinerien angriff.



Am 1. Juni kündigte Russland an, den Kerosinexport vorübergehend bis Ende November zu verbieten, um eine ausreichende Versorgung des inländischen Flugkraftstoffmarktes sicherzustellen. Die russische Regierung gab bekannt, dass Lieferungen im Rahmen von Regierungsvereinbarungen von diesem Verbot ausgenommen sind.



Die Ukraine hat ihre Angriffe mit Drohnen auf die russische Raffinerieinfrastruktur verstärkt, was zu Unterbrechungen in der Produktion und Verteilung von Kraftstoffen geführt hat. Diese Angriffe werden als Hauptursache für die Kraftstoffengpässe in einigen russischen Regionen angesehen.



Reaktion der lokalen Regierungen

Regierungsbeamte und Gouverneure russischer Regionen bemühen sich, der Bevölkerung zu versichern, dass es keinen Kraftstoffmangel gibt, während die ukrainische Drohnenkampagne gegen russische Raffinerien und Kraftstoffleitungen zunimmt.



Alexander Drozdenko, Gouverneur der nordwestlichen Leningrader Region, sagte vergangene Woche, dass "Kraftstoff wie geplant geliefert wird, es gibt keinen Mangel", berichtete Bloomberg. Der Regionalbeamte wies darauf hin, dass einzelne Beschwerden über Kraftstoffmangel "die allgemeine Situation nicht widerspiegeln".



Viele Bürger und Tankstellenbesitzer in anderen Regionen berichten jedoch über Kraftstoffmangel, insbesondere in Grenzgebieten oder Regionen mit angegriffenen Raffinerien.



Rückgang der Rohölförderung

Anfang dieses Monats gab Russland zum ersten Mal öffentlich zu, dass die Rohölförderung des Landes sinkt. Die russische Rohölförderung ist seit Jahresbeginn gesunken, da einige lokale Raffinerien geplante, nicht vorhergesehene Wartungs- und Reparaturarbeiten durchführen, so Vizepremierminister Alexander Novak. Dies ist die erste öffentliche Anerkennung Moskaus, dass die Fördermenge zurückgeht.



Der Rückgang der Rohölförderung in Kombination mit beschädigten Raffinerien aufgrund von Angriffen hat einen Teufelskreis von Kraftstoffengpässen in Russland geschaffen. Die Lockerung der Umweltstandards und das Exportverbot werden als vorübergehende Maßnahmen zur Bewältigung der Krise angesehen.



Wirtschaftliche und politische Auswirkungen

Der Kraftstoffmangel in Russland betrifft nicht nur das tägliche Leben der Bevölkerung, sondern könnte auch Auswirkungen auf die Wirtschaft des Landes haben. Die Einschränkungen beim Kraftstoffexport können die Deviseneinnahmen Russlands beeinträchtigen, die bereits durch internationale Sanktionen gesunken sind.



Auf der anderen Seite könnte die Lockerung der Umweltstandards Bedenken über Luftverschmutzung und die öffentliche Gesundheit aufwerfen, insbesondere in dicht besiedelten Gebieten.



Die Situation in Russland zeigt die Verwundbarkeit der Energieversorgungsketten im Kontext militärischer Konflikte. Dass ein Land zwischen Umweltstandards und Energiesicherheit abwägen muss, unterstreicht die Komplexität der Energieverwaltung in Kriegszeiten.