Cuộc Khủng Hoảng Năng Lượng Đài Loan: Giá Của Việc Phụ Thuộc Vào Nhập Khẩu

Energiekrise und Lehren aus Taiwan

Das Thema Energieabhängigkeit und ihre Folgen sind in den letzten Monaten zu einem wichtigen Diskussionsthema geworden. Die Hormus-Krise hat die Energiesicherheit ganz oben auf die politische Agenda gerückt, begleitet von Preisobergrenzen für Treibstoff, Rationierung und Warnungen vor schwerwiegenden Engpässen. Viele Länder wurden als Beispiele für eine geringe oder hohe Energieabhängigkeit angeführt, die zu Isolation oder schweren wirtschaftlichen Verlusten führte.



Taiwan: Eine Fallstudie zur Energieabhängigkeit

Unter den Ländern mit hoher Abhängigkeit sticht Taiwan als bemerkenswertes Beispiel hervor. Verschiedenen Schätzungen zufolge ist das Land für 94 bis 97 % seines Energiebedarfs auf Importe angewiesen, wobei die Abhängigkeit von LNG (Flüssigerdgas) besonders stark ist. Taiwan verlor ein Drittel seiner LNG-Importe, nachdem der Iran die Straße von Hormus geschlossen und Katars LNG-Produktionsanlage angegriffen hatte.



Taiwans Energiestruktur
EnergiequelleAnteil (%)
Erdgas (LNG)23 %
Öl36 %
Kohle32 %
Sonnenenergie2 %
Windenergie und Wasserkraft3 %

Dies bedeutet, dass Taiwan extrem abhängig von importierten Kohlenwasserstoffen ist. Um die Situation noch komplizierter zu machen, ist Taiwan ein Elektronikkraftwerk und führend in der Chipherstellung, die erhebliche Mengen an Energie benötigt. Allein TSMC – ein Halbleiterriese – verbraucht bis zu 8 % des taiwanesischen Stroms, so eine aktuelle Analyse von The Diplomat zu Taiwans Energieproblemen.



Zentrum für KI und zukünftigen Energiebedarf

Gleichzeitig entwickelt sich Taiwan zu einem Zentrum für künstliche Intelligenz (KI), und die Stromnachfrage in diesem Sektor wird schneller wachsen als der Rest der Wirtschaft, betonen auch die Autoren von The Diplomat. Für Taiwan stellt dies eine doppelte Herausforderung dar, da es einerseits mit der Abhängigkeit von Energieimporten konfrontiert sein und andererseits die wachsende Nachfrage der High-Tech-Industrien befriedigen muss.



Hormus-Krisenreaktionsstrategie

Interessanterweise hat Taiwan die Hormuz-Krise dank eines Anstiegs der US-amerikanischen LNG-Exporte überstanden. Laut Natalia Katona in einem Bericht für Oilprice im Mai ersetzte Taiwan das verlorene LNG aus dem Persischen Golf schnell durch US-Gas, wobei die Importe im April nur geringfügig unter dem Gesamtwert vom März lagen.



Katona weist jedoch darauf hin, dass „Notgüter nicht dasselbe sind wie langfristige Lieferungen“. Die Realität ist, dass Notkäufe teurer sind als langfristige Lieferverträge und dass sie jederzeit umgeleitet werden können, wenn jemand sie überbietet, wie sowohl in dieser Krise als auch in der Krise im Jahr 2022 nach der russischen Invasion in der Ukraine und den Energiesanktionen des Westens gegen Russland zu sehen ist.



Vergleich von Energieversorgungsstrategien
Taiwaneuropäische Union
Langfristige Verträge mit Katar und den VAEHängt vom Spotmarkt ab
Stabile, vorhersehbare KostenSehr variable Kosten
Geringes StörungsrisikoHöheres Risiko einer Störung

Wirtschaftliche Stärken und geopolitische Schwächen

Finanziell ist Taiwan in einer günstigen Lage. ING berichtete, dass die Exporte der Insel im Mai trotz der Energiekrise, angeführt von der Elektronikindustrie, im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 51 % gestiegen seien. Gleichzeitig bleibt Taiwan jedoch im Schatten Chinas, da Analysten davor warnen, dass das Festland jederzeit Gebietsansprüche geltend machen könnte, auch durch eine Blockade der Energieflüsse in Richtung der Insel.



Herausforderung bei der Umstellung auf erneuerbare Energien

Laut dem Artikel von The Diplomat ist Taiwans Übergang zu lokaler Energie daher besonders wichtig. Sie ignorierten jedoch die Tatsache, dass lokaler Strom aus Wind- und Solarenergie die Basisstromversorgung aus Kohle- und Gaskraftwerken nicht ersetzen kann, wie sich in den USA gezeigt hat, wo alle großen Technologieunternehmen viel in Wind- und Solarenergie investiert haben, kamen aber letztendlich zu dem Schluss, dass sie nicht mit der Zuverlässigkeit der Kohle-, Gas- und Kernenergieversorgung mithalten können.



Diversifizierung der Bezugsquellen – Strategische Lösung

Daher strebt Taiwan eine Diversifizierung seiner Lieferquellen an. Die Verlagerung vom Nahen Osten in die USA ist eine Reaktion auf den Angebotsengpass im Persischen Golf, dürfte sich aber in Zukunft zu einem stabilen Trend mit langfristigen Lieferverträgen entwickeln. Andere LNG-Produzenten als der Nahe Osten könnten bald auch Taiwans staatliches Energieunternehmen CPC als langfristigen Käufer in Betracht ziehen.



Diversifikation ist immer eine kluge Wahl. Für Taiwan, ein Land mit einer sensiblen geopolitischen Lage und einer stark von Energieimporten abhängigen Wirtschaft, ist die Diversifizierung der Versorgung nicht nur eine wirtschaftliche Entscheidung, sondern auch eine nationale Sicherheitsanforderung. Die Lehren aus der Hormus-Krise zeigen, dass Vorbereitung und Notfallmaßnahmen Taiwan bei der Bewältigung künftiger Energieschocks helfen können, allerdings nur, wenn eine Diversifizierungsstrategie systematisch und langfristig umgesetzt wird.



Schließlich ist die Geschichte Taiwans ein klarer Beweis dafür, dass Energiesicherheit nicht nur eine technische oder wirtschaftliche Frage ist, sondern auch eine Frage der nationalen Sicherheit. In einem immer komplexer werdenden geopolitischen Kontext müssen Länder, die stark von Energieimporten abhängig sind, über umfassende Strategien verfügen, um eine stabile Versorgung nicht nur für die Gegenwart, sondern auch für die Zukunft sicherzustellen.