Strategische Allianz zwischen Russland, China und Iran: Neue Herausforderung für die westliche Welt
Am 10. Juni dieses Jahres versammelten sich eine Gruppe von Experten und ehemaligen US-Beamten zu einer Pressekonferenz zum Thema "Amerikas Feinde: Die Realität Russlands", organisiert vom Independent Women's Forum. Mehrere Redner wiesen darauf hin, dass Russland, China und Iran zunehmend eine strategische Zweckbündnis-Allianz bilden, mit der die US-Politikstrategen konfrontiert sind, während sie versuchen, die globale Ordnung zu destabilisieren.
Motive der Allianzbildung
Diese Allianz wird durch den gemeinsamen Widerstand gegen die amerikanische Dominanz angetrieben. Die Länder koordinieren diplomatisch, integrieren militärisch und suchen nach Wegen, westliche Sanktionen zu umgehen. Nadia Schadlow, Senior Fellow am Hudson Institute und ehemalige stellvertretende Nationale Sicherheitsberaterin, stellte fest: "Die Frage ist, ob dies eine subversive Strategie, eine vorübergehende Zweckgemeinschaft, eine Gelegenheit oder darauf ausgelegt ist, eine andere strategische Ergebnisordnung für die globale Ordnung zu schaffen."
Herausforderungen für die USA
Um die Entwicklung dieser Achse zu durchbrechen, schlug Schadlow vor, dass Washington aufhören sollte, Russland, China und Iran als separate regionale Bühnen zu betrachten und stattdessen kreative Wege finden sollte, Risse in ihrer Kooperation zu schaffen. "Wir sollten ihre Beziehung so schwierig wie möglich machen", betonte Schadlow.
Wirtschaftliche und militärische Lage
In den letzten Jahren haben die Interessen Russlands, Chinas und Irans durch Konflikte immer stärker zusammengefunden. Seit Russlands Invasion der Ukraine im Februar 2022 haben globale Sanktionen die russische Wirtschaft unter Druck gesetzt und das Land gezwungen, seine Beziehungen zu anderen Ländern zu stärken. Ähnlich hat Iran über Jahre hinweg harte Sanktionen erlebt, insbesondere nach den US- und Israel-Luftangriffen am 28. Februar.
Ilan Berman, Senior Vice President des American Foreign Policy Council, warnte, dass diese Kooperation ein gefährlicher Teufelskreis auf dem Schlachtfeld schafft. Er erklärte, dass während Iran verschiedene Waffentypen für Russlands Krieg in Ukraine geliefert habe, westliche Geheimdienste besorgten, dass gesammelte Kampferfahrung bald zurückfließen und Irans heimisches Waffenarsenal noch tödlicher machen werde.
Irans Rolle im globalen Kontext
Berman betonte: "Das Problem Iran betrifft nicht nur Iran. Es betrifft Iran, Russland und China." Er erklärte, dass Moskau und Peking Teheran eine wirtschaftliche und technologische Rettungsinsel gegen innere Aufstände und internationale Sanktionen geboten hätten.
| Land | Rolle in der Allianz | Wirtschaftliche Unterstützung |
|---|---|---|
| Russland | Militärischer Verbündeter, Waffenlieferant | Hauptsächlich durch Energieexporte |
| China | Bietet finanzielle und technologische Unterstützung | Kauft etwa 90% von Irans Exportöl |
| Iran | Lieferant von Waffen für Russland | Abhängig von russischer und chinesischer Unterstützung |
Risiken für die USA
Die Redner betonten auch, dass trotz der ausweitenden Kooperation die Beziehung zwischen Moskau, Peking und Teheran hauptsächlich transaktionsorientiert bleibt. Der Kongressabgeordnete Pat Harrigan, Republikaner aus North Carolina, verglich die Kooperation mit einer Zweckheirat. "Wenn es nicht mehr gegenseitig vorteilhaft ist, wird das auch aufhören", sagte Harrigan und deutete darauf hin, dass diese Kooperation hauptsächlich auf kurzfristigen gemeinsamen Interessen basiert.
Unter wachsendem Druck ist Zögern für den Westen keine Option. "Wenn wir schrittweise Fähigkeiten in einen Konflikt einführen, schaffen wir tatsächlich das militärische Äquivalent von Antibiotikaresistenz in der russischen Armee", warnte Harrigan. Schadlow stimmte zu, dass die Zeit für reaktives Krisenmanagement vorbei sei und US-Politiker zu starken Abschreckungsmaßnahmen zurückkehren müssten.
Fazit
Während Washington über die nächsten strategischen Schritte nachdenkt, betonte Berman, dass das Verstehen dieses Gegner-Ökosystems eine Voraussetzung für jede Eindämmungsstrategie sei. "Die Schnelligkeit, mit der wir dieses Problem verstehen", schloss Berman, "wird uns helfen, den Druck effektiver zu verteilen."