Nhà máy lọc dầu Moscow có thể ngừng hoạt động đến năm 2027

Moskauer Raffinerie: Vollständige Wiederherstellung wahrscheinlich erst nach 2027

Die Moskauer Raffinerie, eine der wichtigsten Anlagen der russischen Ölindustrie, hat nach Einschätzung von Experten kaum eine Chance, ihre Produktionskapazitäten vor 2027 wiederherzustellen. Die Anlage, die schwerste Schäden durch ukrainische Drohnenangriffe erlitten hat, bleibt weiterhin außer Betrieb. Diese Situation verschärft die sich bereits abzeichnende Treibstoffkrise in Russland erheblich, berichtet Reuters.



Umfassende Schäden an der Raffinerie

Die von Gazprom Neft betriebene Anlage im Südosten Moskaus wurde nach zwei Angriffen innerhalb einer Woche im Juni für mindestens sechs Monate stillgelegt. Die Schäden sind so gravierend, dass eine schnelle Reparatur unmöglich erscheint.



  • Ein Hauptverarbeitungskomplex der Raffinerie, der 53% der gesamten Verarbeitungskapazität ausmacht, wurde bei den Angriffen schwer beschädigt.
  • Im Jahr 2024 verarbeitete die Moskauer Raffinerie 11,6 Millionen Tonnen Rohöl und deckte normalerweise fast die Hälfte des Kraftstoffbedarfs der Hauptstadt.

Auswirkungen auf die Treibstoffversorgung Russlands

Die anhaltende Stillstellung der Anlage wird zu einer längeren Treibstoffknappheit in Russland führen, als ursprünglich angenommen. Der stellvertretende Ministerpräsident Alexander Novak kündigte an, dass die Regierung ein totales Exportverbot für Dieselkraftstoff in Betracht zieht. Gleichzeitig werden Importe von Kraftstoff aus dem Ausland geplant, um die Versorgungssicherheit im Inland zu gewährleisten.



Lokale Treibstoffknappheit und Restriktionen

Russland steht vor lokalen Benzinengpässen, die zu einem Rückgang der wöchentlichen Benzinproduktion um fast 25% führten. Hauptursache sind die Zerstörungen der Energieinfrastruktur durch ukrainische Drohnenangriffe. In Regionen wie der Krim mussten lokale Behörden drastische Maßnahmen ergreifen, um die Versorgung sicherzustellen.



RegionKraftstofflimit pro Fahrzeug
Krim30-40 Liter pro Fahrzeug
10 weitere Regionen30-40 Liter pro Fahrzeug

Regierungsmaßnahmen zur Krisenbewältigung

Novak beschrieb die Situation als "herausfordernd, aber unter Kontrolle". Um den Verlust der Raffineriekapazitäten auszugleichen, fördert die russische Regierung Steuererleichterungen für Inlandslieferungen, verschiebt geplante Wartungsarbeiten an Raffinerien und nutzt bisher ungenutzte Notreserven.



  • Die russische Duma hat ein Maßnahmenpaket verabschiedet, das die inländische Kraftstoffversorgung verbessern soll. Dazu gehören neue Subventionen für importierten Kraftstoff und temporäre Unterstützungsleistungen für Raffinerien, die durch Kriegshandlungen beeinträchtigt sind.
  • Moskau prüft die Einfuhr von Kraftstoff aus Ländern wie der Türkei und anderen asiatischen Lieferanten sowie Subventionen zur Stabilisierung der Inlandspreise.

Verwaltung strategischer Reserven

Die strategischen Reserven Russlands, die von der Bundesagentur für Staatsreserven Rosrezerv verwaltet werden, sind ebenfalls Ziel ukrainischer Angriffe geworden. Ein jüngster Raketenangriff auf den Kombinat-Temp-Lagerkomplex in Rybinsk zerstörte 15 taktische Kraftstoffbehälter.



Diese Entwicklung stellt die russische Ölindustrie vor erhebliche Herausforderungen und zwingt Regierung und Betreiber, dringende Maßnahmen zur Bewältigung der sich verschärfenden Treibstoffkrise zu ergreifen.