Wiederherstellung des Schiffsverkehrs in der Hormuz-Straße: Positive Zeichen von Öltankern
In den letzten Stunden hat eine zunehmende Anzahl von Öltankern begonnen, ihre Positionen und Absichten über die Hormuz-Straße zu übermitteln, was auf eine vorübergehende Erholung des Schiffsverkehrs durch diesen wichtigen Knotenpunkt hindeutet. Vor der Unterzeichnung eines Memorandums zwischen den USA und Iran zur Aufnahme von Friedensverhandlungen befuhren die meisten Öltanker die Hormuz-Straße und ihre Umgebung im "toten Modus", bei dem die Positions- und Identifikationssysteme (AIS) ausgeschaltet waren.
Der "tote Modus", der früher als eine der Iran umgehenden Strategien galt, ist in der Persischen Bucht, dem Omanischen Golf und insbesondere in der Hormuz-Straße zur gängigen Praxis geworden, als Schiffseigner und -betreiber versuchten, ihre Ladungen vor Angriffen zu schützen. Diese "toten Fahrten" der Schiffe haben die Aufgabe von Marktanalysten und Beobachtern erschwert, das Ausmaß des Angebotsverlusts im Nahen Osten und die Menge an Gütern, die weiterhin über heimliche Operationen die Region verlassen, zu schätzen.
Zunehmende Signalübertragung von Öltankern
Seit der Unterzeichnung des Memorandums zwischen den USA und Iran beginnen immer mehr Schiffe, ihre Positionen offen zu übermitteln, wie von Bloomberg überwachte AIS-Signale zeigen. Am frühen Dienstagmorgen Ortszeit haben bis zu sieben Öltanker übermittelt, dass sie sich in der Hormuz-Straße befanden, darunter:
- Zwei iranische Flaggen tragende Supertanker, die die Region verlassen.
- Drei Treibstofftransporter, die die Region verlassen.
- Zwei iranische Flaggen tragende mittelgroße Suezmax-Tanker, die in den Golf einfahren.
Während die zunehmende Sichtbarkeit der Schiffepositionen auf eine vorübergehende Wiederherstellung des Vertrauens hindeutet, bleiben die Schiffseigner vorsichtig angesichts plötzlicher Änderungen der Navigationsbedingungen, einschließlich widersprüchlicher Signale aus den USA und Iran darüber, ob die Meerenge geöffnet bleibt und wo Minen geräumt werden müssen.
Veränderungen im Verkehr und zukünftige Herausforderungen
Ein insgesamt 25 sichtbare AIS-Überquerungen der Hormuz-Straße wurden am 22. Juni registriert, darunter mit Frankreich und Katar verbundene LNG-Tanker, wie aus Daten des Schifffahrtsnachrichtendienstes Windward hervorgeht. Ein Zeichen dafür, dass die Reedereien noch auf vollständige Freigabe warten, ist, dass die Indian Oil Corporation (IOC) angeblich drei Schiffe zur Ölförderung und Gasförderung aus dem Persischen Golf und zur Durchführung dieser Mengen durch die Hormuz-Straße nicht erfolgreich gemietet hat, da viele Schiffseigner und Betreiber weiterhin sehr vorsichtig sind, Schiffe in diese Region zu schicken.
| Schiffstyp | Bewegungsrichtung | Anzahl |
|---|---|---|
| Supertanker ohne iranische Flagge | Verlassen der Region | 2 |
| Treibstofftransporter | Verlassen der Region | 3 |
| Suezmax-Tanker mit iranischer Flagge | Einfahrt in den Golf | 2 |
Obwohl es positive Anzeichen für eine Zunahme des Seeverkehrs durch die Hormuz-Straße gibt, bleibt die Vorsicht der Schiffseigner ein Zeichen dafür, dass der Ölmarkt weiterhin erhebliche Herausforderungen durchmacht. Politische und Sicherheitsfaktoren werden weiterhin eine wichtige Rolle bei der Bestimmung der zukünftigen Entwicklung dieser Industrie spielen.