Unerwartete Einigkeit zwischen Bernie Sanders und Donald Trump in der AI-Frage
Wenn Bernie Sanders und Donald Trump in einer Frage übereinstimmen, ist es einen genaueren Blick wert. Kürzlich haben beide betont, dass die Bundesregierung einen Anteil an großen KI-Unternehmen halten sollte. Für Sanders ist dies nicht nur eine Möglichkeit, dass das amerikanische Volk vom Vermögensaufbau durch KI-Unternehmen profitiert, sondern auch, dass die Regierung einen Sitz am Verhandlungstisch erhält und die Interessen der Öffentlichkeit bei der zukünftigen Gestaltung der KI-Unternehmen vertritt.
Aktuelle Lage der KI-Industrie
Allerdings besteht ein großes Problem: Die aktuellen KI-Unternehmen schaffen tatsächlich kein Vermögen. Sie verbrauchen Milliarden Dollar von Investoren, ohne einen klaren Weg zur Profitabilität aufzuweisen. Die KI-Industrie folgt nicht dem gleichen Pfad wie frühere Technologien wie das Internet oder Smartphones, bei denen die Kosten schnell sanken, als die Technologie reifte und die Nutzerzahl stieg. Im Gegenteil: Nach Jahren des KI-Booms steigen die Kosten für die Bereitstellung von Produkten weiter an, ohne dass ein Rückgang abzusehen ist.
Die Hinzufügung weiterer Nutzer senkt die Stückkosten nicht, da mehr Nutzer auch mehr Ressourcen erfordern. Dies steht im Gegensatz zum Software-Modell, bei dem die Kosten für die Verteilung einer bereits geschriebenen Software an den nächsten Verbraucher fast null betragen.
Warnungen von Experten
Ich hatte bereits im November des vergangenen Jahres gewarnt, dass sich die KI-Unternehmen auf einen Rettungsplan vorbereiten, der aufgrund ihrer fehlerhaften KI-Modelle eintreten wird, die nicht das liefern können, was sie versprochen haben. Der KI-Kritiker Ed Zitron sagte kürzlich in einem Interview, dass er die Befürworter der KI-Industrie bat, zu erklären, was KI wirklich kann, ohne das Wort "wird" zu verwenden. Sie hätten fast nichts zu bieten gehabt. Zitron stimmt zu, dass während Suchmaschinen KI verwenden, um anspruchsvollere Ergebnisse zu liefern, diese Ergebnisse zunehmend unzuverlässiger werden. Er sagte: "Sie müssen alles einzeln überprüfen. Man kann sich auf nichts verlassen."
Seriöse Probleme in der KI-Branche
Zwei Tage nach Zitrons Interview veröffentlichte die Financial Times einen Artikel über einen KI-bezogenen Bericht von KPMG, einem der vier großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften. Im Bericht enthielt KPMG mehrere falsche Aussagen über die Nutzung von KI in Unternehmens-, Regierungs- und Non-Profit-Organisationen, die offenbar auf "KI-Halluzinationen" zurückzuführen sind – also Geschichten, die KI erfindet, ohne reale Grundlage. Der Bericht wurde inzwischen zurückgezogen, aber es ist nicht zu übersehen, dass KPMG seine Dienstleistungen bewirbt, um Kunden bei der Integration von KI in ihre Organisationen zu helfen.
Darüber hinaus versucht der Ohio Business Roundtable, eine einflussreiche Lobbyorganisation, die Gesetzgeber Ohios zu ändern, um es KI-Unternehmen zu ermöglichen, privates Land für Energieprojekte zu übernehmen, die ihre Rechenzentren versorgen, ohne dafür im Voraus zu zahlen. Dies wirft eine große Frage auf: Warum können die angeblich erfolgreichen KI-Unternehmen nicht die Menschen bezahlen, bevor sie ihr Land in Anspruch nehmen?
Fähigkeiten der KI und potenzielle Risiken
Es gibt viele Gründe zu der Annahme, dass KI, basierend auf aktuellen Modellen, eine weniger bedeutende und weniger einflussreiche Technologie sein wird als beworben. Die finanziellen Fakten lügen nicht. Wenn die Regierung in den Besitz von Anteilen an KI-Unternehmen gerät, tritt sie in eine Falle. Ein erster Hinweis darauf ist, dass der CEO des führenden KI-Unternehmens OpenAI diese Idee bereits im vergangenen Jahr mit Trump besprochen hat. Warum sollte ein Top-Manager sein eigenes Vermögen und das seiner Aktionäre reduzieren, um der Regierung einen Anteil zu geben? Wissen vielleicht, dass er einen Rettungsplan braucht?
Konfrontation mit der Realität
Aktuell überzeugt die KI-Industrie die Gesetzgeber und die aktuelle Regierung davon, dass KI die Zukunft der Technologie ist und daher nicht scheitern darf. Die Ausgaben der KI-Industrie sind jedoch der Haupttreiber für die Wirtschaft und den Aktienmarkt. Ein Zusammenbruch großer Unternehmen in der Branche könnte zu enormen Verlusten für die Geldbörsen und Portfolios vieler Menschen führen.
| Aspekt | Information |
|---|---|
| Betrag für die Erreichung der Rentabilität | 2 Billionen Dollar in den nächsten 4 Jahren |
| Globaler Umsatz der Softwarebranche (2025) | 719 Milliarden Dollar |
| Satz gescheiterter KI-Projekte | 80% |
| Anteil der S&P-500-Unternehmen mit KI-Vorteilen | 21% |
Fazit
Die aktuelle KI-Industrie kann zumindest für einige Nutzer einen gewissen Wert bieten. Man könnte argumentieren, dass KI wie ein öffentliches Gut subventioniert werden sollte, ähnlich wie wir es mit öffentlichem Nahverkehr tun. Diese Lösung wäre jedoch nur wirksam, wenn die Nutzer bereit wären, mehr für die aktuellen KI-Dienstleistungen zu zahlen. Andernfalls sollte der Markt selbst entscheiden. Wenn jemand ein KI-Modell entwickelt, das sowohl für Unternehmen als auch für die Öffentlichkeit profitabel ist, sollte es ohne staatliche Eingriffe wachsen. Aktuell scheint die KI-Industrie nach einem Geldgeber von der Regierung zu suchen, um die Rechnungen zu bezahlen, die ihre Führer aufgestellt haben, um ihr persönliches Vermögen zu schützen, wenn die "KI-Blase" platzt.